Wie die Kinder den Frühling zurück bringen

Den Artikel aus der Rheinischen Post vom 18. August 2016 gibt es auf der Seite <Die Theatergalerie> zu lesen.

Podcast auf rurpod.de

Hier ein Zitat von der Seite von rurpod.de:

"Seit langer Zeit bin ich von der Arbeit Ruth Adams begeistert. Sie ist von Hause aus Lehrerin und hat sich mit Herz, Kopf und Hand ganz dem Heilpädagogischen Reiten verschrieben. Ihr Anliegen ist es,  durch das Heilpädagogische Reiten bewusst die seelische Komponente in den Erziehungsprozess einfließen zu lassen.

Und auf ihrer Internetseite heißt es: „Wir haben uns zur Aufgabe gemacht , Kinder erleben zu lassen, was es bedeutet, sich mit Liebe und Hingabe einer Aufgabe zu widmen.  Das Heilpädagogische Reiten bietet hierzu schier unerschöpfliche Möglichkeiten.“

Sie gibt uns in einem langen Interview vor Ort die Möglichkeit ihre Arbeitsweise, ihre Philosophie sowie ihre Kolleginnen, also die Pferde kennen zu lernen.

Seid gespannt und neugierig. Wir wünschen euch viel Spaß beim Hören."

Veröffentlicht am 09.04.2016

Der Podcast ist leider derzeit auf rurpod.de nicht verfügbar.

Frieda als Schmetterling in der Reitshow

Den Artikel aus der Rheinischen Post vom 18. August 2015 gibt es auf der Seite <Die Theatergalerie> zu lesen.

Zauberkraft der Pferde erleben

Eltern behinderter Kinder erfuhren beim Seminar auf dem Sternenreiter-Hof mit Ruth Adams (r.), wie sich die Arbeit mit Pferden anfühlt. FOTO: Sternenreiter

Hückelhoven. Ein Elternseminar bei den Sternenreitern in Ratheim. Erfahren, was die Kinder auf dem Reiterhof erleben.

 

Die Interdisziplinäre Frühförder- und Beratungsstelle (IFF) der Lebenshilfe Heinsberg bietet seit Jahren in Kooperation mit Ruth Adams auf deren Hof "Sternenreiter" in Ratheim-Krickelberg heilpädagogische Förderung am Pferd für Kinder an. Die IFF entwickelte nun ein Konzept, um gezielt und nachhaltig die Elternarbeit zu intensivieren und die Erziehungspartnerschaft zwischen Pädagogen, Therapeuten und Eltern zu stärken sowie Entwicklungsprozesse der betreuten Kinder ganzheitlich zu begleiten.

Dank der großzügigen Unterstützung der Lebenshilfe Stiftung war es möglich, in einem mehrtägigen Elternseminar den Müttern nahezubringen, was ihre Kinder bei der heilpädagogischen Förderung erleben. Ruth Adams und Eva Reichwein, Sozialpädagogin der IFF, informierten die Teilnehmerinnen zunächst über den ganzheitlichen Ansatz ihrer Arbeit: "Wir wollen Kinder erleben lassen, was es bedeutet, sich mit Liebe und Hingabe einer Aufgabe zu widmen. Im Umgang mit dem Pferd wird der ganze Mensch in Denken, Empfinden und Wollen angesprochen. Was damit gemeint ist, möchten wir Ihnen an diesem Wochenende nahebringen." Bei Stallarbeit und Pferdepflege erfolgte der erste Kontakt mit den Pferden, der bei diversen Übungen in einem Führparcours intensiviert wurde. Am zweiten Tag hieß es dann: Rauf auf's Pferd! Und das ohne Sattel oder Steigbügel! Spätestens hier wurde den Müttern klar, was ihre Kinder auf dem Sternenreiter-Hof erleben: den Aufbau einer echten Beziehung zum Pferd, die Entwicklung von Mut, Vertrauen und Verantwortungsgefühl und nicht zuletzt: die Betrachtung der Welt aus einer anderen Perspektive. Die Angebote der Frühförder- und Beratungsstelle dienen der Behandlung und Förderung von Säuglingen und Kindern bis zur Einschulung. Es handelt sich dabei um Kinder, die von einer Behinderung bedroht sind oder bei denen eine Verzögerung bzw. Störung der Entwicklung oder eine Behinderung vermutet oder festgestellt wurde. Die Frühförder- und Beratungsstelle unterstützt, stärkt und berät die Familien dieser Kinder. Sie versteht sich als Anlaufstelle für ratsuchende Eltern.

Kontakt: Frühförder- und Beratungsstelle Triangel Heinsberg, Im Hofbruch 17, 52525 Heinsberg; Telefon: 02452 9889210.

Quelle: RP vom 13. November 2014

Hof „Sternenreiter“: Heilpädagogische Förderung am Pferd

Reittherapeutin Ruth Adams (links) vermittelte Tipps zum richtigen Umgang mit ihren Pferden.

Heinsberg. Die Interdisziplinäre Frühförder- und Beratungsstelle (IFF) der Lebenshilfe Heinsberg bietet seit Jahren in Kooperation mit Ruth Adams auf deren Hof „Sternenreiter“ in Ratheim-Krickelberg heilpädagogische Förderung am Pferd für Kinder an.

Die IFF entwickelte nun ein Konzept, um gezielt und nachhaltig die Elternarbeit zu intensivieren und die Erziehungspartnerschaft zwischen Pädagogen, Therapeuten und Eltern zu stärken sowie Entwicklungsprozesse der betreuten Kinder ganzheitlich zu begleiten.

Dank der großzügigen Unterstützung der Lebenshilfe-Stiftung war es möglich, in einem mehrtägigen Elternseminar den Müttern nahezubringen, was ihre Kinder bei der heilpädagogischen Förderung erleben. Ruth Adams und Eva Reichwein, Sozialpädagogin der IFF, informierten die Teilnehmerinnen zunächst über den ganzheitlichen Ansatz ihrer Arbeit: „Wir wollen Kinder erleben lassen, was es bedeutet, sich mit Liebe und Hingabe einer Aufgabe zu widmen.

Im Umgang mit dem Pferd wird der ganze Mensch in Denken, Empfinden und Wollen angesprochen. Was damit gemeint ist, möchten wir Ihnen nahebringen.“

Bei Stallarbeit und Pferdepflege erfolgte der erste Kontakt mit den Pferden, der bei diversen Übungen in einem Führparcours intensiviert wurde. Am zweiten Tag hieß es dann: Rauf aufs Pferd! Und das ohne Sattel oder Steigbügel! Spätestens da wurde den Müttern klar, was ihre Kinder auf dem Sternenreiter-Hof erleben: den Aufbau einer echten Beziehung zum Pferd, die Entwicklung von Mut, Vertrauen und Verantwortungsgefühl – und nicht zuletzt die Betrachtung der Welt aus einer anderen Perspektive.

 

Infos zur Frühförder- und Beratungsstelle der Lebenshilfe Heinsberg

Die Angebote der Frühförder- und Beratungsstelle dienen nach Angaben der Lebenshilfe Heinsberg der Behandlung und Förderung von Säuglingen und Kindern bis zur Einschulung. Es handelt sich dabei um Kinder, die von einer Behinderung bedroht sind oder bei denen eine Verzögerung beziehungsweise Störung der Entwicklung oder eine Behinderung vermutet beziehungsweise festgestellt wurde. Die Frühförder- und Beratungsstelle unterstützt, stärkt und berät die Familien dieser Kinder. Sie versteht sich als Anlaufstelle für Rat suchende Eltern.

Kontakt: Frühförder- und Beratungsstelle Triangel Heinsberg, Im Hofbruch 17,52525 Heinsberg, Telefon 02452/9889210.

Quelle: Aachener Zeitung vom 28. Oktober 2014

Sternenreiter feiern Jubiläum in Krickelberg

Den Artikel aus der Rheinischen Post vom 25. August 2014 gibt es auf der Seite <Die Theatergalerie> zu lesen.

Theater auf dem Pferderücken - Sternenreiter

Den Artikel aus der Rheinischen Post vom 10. September 2013 gibt es auf der Seite <Die Theatergalerie> zu lesen.

Frühlingsfest der Lebenshilfe: Tolle Show zu Pferde

Viel Spaß für die Kinder bei einer tollen Show zu Pferd: Das Frühlingsfest in der Frühförderstelle der Lebenshilfe war ein Erlebnis.

Kreis Heinsberg. Das Frühlingsfest der interdisziplinären Frühförderstelle der Lebenshilfe in Heins­berg-Oberbruch stand ganz im Zeichen der Tiere. In den frühlinghaft geschmückten Räumen wurde gesungen, getanzt, gebastelt und gemalt. Die Turnhalle war so hergerichtet, dass die Kleinen nach Herzenslust toben konnten.

Ein großes Frühlingsbuffet, das von Eltern und Angehörigen vorbereitet und gestaltet worden war, lud zum Schlemmen ein.

Hauptattraktion aber war die Freiluft-Aufführung der Geschichte einer kleinen blauen Raupe, die unbedingt zum Frühlingsball der Schmetterlinge will und die nach Ablehnung und Frust schließlich Freude und Akzeptanz erfährt.

Die Diplom-Reitpädagogin Ruth Adams, die in Hückelhoven-Ratheim („Sternenreiter“) heilpädagogisches Reiten anbietet, zeigte mit ihren Tieren und den kleinen Schauspielern in deren fantasievollen Kostümen eine tolle Show. Die Kinder und die zahlreich erschienen Eltern und Verwandten belohnten die mutigen Darsteller mit tosendem Applaus und ganz viel Anerkennung.

Die Interdisziplinäre Frühförder- und Beratungsstelle begleitet mit einem pädagogisch-therapeutisch-medizinischem Team an unterschiedlichen Standorten im Kreisgebiet über 150 Kinder und deren Familien.

Quelle: Aachener Zeitung vom 16.05.2013.

Theater auf dem Pferderücken

Den Artikel aus der Rheinischen Post vom 28. August 2012 gibt es auf der Seite <Die Theatergalerie> zu lesen.

„Wenn er nicht da ist, vermissen wir ihn”

„Ab in den Ofen!”: Hunderte Brote fertigt das Bäckerteam jeden Morgen. Michael Örtel gehört jetzt schon zum Bäckerteam - sehr zur Freude auch von Bäckermeister Jürgen Dick (r.).

Kreis Heinsberg. „Das frühe Aufstehen macht mir nichts aus. Mit dem Rad bin ich zu dieser Uhrzeit schnell einmal quer durch die Stadt an der Backstube angekommen.” Wenn frühmorgens um 3.30 Uhr ganz Heinsberg noch schläft, macht sich Michael Örtel auf den Weg zu seiner neuen Arbeitsstelle.

Seit dem Frühjahr hat er einen Außenarbeitsplatz der Werkstatt für behinderte Menschen in der Heinsberger Bäckerei Dick. So wie Michael Örtel absolvieren immer wieder Mitarbeiter der Lebenshilfe-Werkstatt ein von Pädagogen begleitetes Praktikum in örtlichen Betrieben.

Manchmal ergibt sich daraus die Chance, dort weiter beschäftigt zu werden. „Außenarbeitsplätze” nennt die Lebenshilfe Heinsberg dieses inklusive Arbeitskonzept und baut ihre Kooperationen mit Betrieben vor Ort kontinuierlich aus.

Sie ist stolz auf ihre Arbeit

Auch Sandra Pelzer hat einen solchen Außenarbeitsplatz. Seit zwei Jahren arbeitet sie morgens in der Lebenshilfe-Werkstatt und an vier Tagen in der Woche nachmittags auf dem Reiterhof „Sternenreiter” in Hückelhoven-Ratheim. „Sie ist unser Sonnenschein”, strahlt Ruth Adams, Diplom-Reitpädagogin und Betreiberin des Reiterhofs.

Seit 2003 bietet sie Heilpädagogisches Reiten an. Sandra Pelzer ist stolz auf ihre neue Arbeit: „Anfangs habe ich hier Reitstunden erhalten. Damals habe ich schnell gemerkt, dass ich hier arbeiten möchte. Nach zwei Jahren hat das dann auch geklappt. Ich liebe Tiere und würde am liebsten den ganzen Tag hier arbeiten”. Sie füttert die Tiere, striegelt die Pferde und Ponys, mistet Ställe aus und säubert das Außengelände.

„In kleinen Schritten haben wir Sandra an ihre Aufgaben herangeführt. Mittlerweile kann sie diese weitgehend selbstständig erledigen. Sie geht freundlich mit den Kindern um, die zum Reiten kommen, und wenn wir Praktikanten haben, ist sie es meistens, die ihnen zeigt, wie es bei uns zugeht”, lobt Ruth Adams ihre neue Mitarbeiterin. Wenn man Sandra zuschaut, wie sie ihr Lieblingspferd Madih begrüßt, behutsam die Pferde säubert oder ihre Chefin bei ihren Reitübungen mit den Kindern beobachtet, dann spürt man, wie sehr sie in ihrer Arbeit aufgeht.

Er fühlt sich akzeptiert

Auch Michael Örtel fühlt sich wohl in seinem Job. In der Bäckertruppe fühlte er sich schnell akzeptiert. „Für uns kam nie die Frage auf, ob es möglich ist, einen Menschen mit Behinderung einzustellen, wir haben da keine Berührungsängste”, sagt Bäckermeister Jürgen Dick. „Michael hat eine schnelle Auffassungsgabe und war gleich am ersten Tag bemüht, sich mit Interesse und Engagement in unser Team einzufinden. Der Michael ist eine Bereicherung für uns!”

Wenn um sieben Uhr morgens die ersten Waren längst ausgeliefert sind, hat Michael Örtel bereits Apfeltaschen gefüllt, Schoko- und Zitronenmuffins gefertigt, Brötchen und Pizzasnacks belegt, Pflaumen für die Obsttörtchen entkernt oder Bleche mit den verschiedensten Backwaren in den Backofen geschoben.

Acht Bäcker und zwei Auszubildende beschäftigt Jürgen Dick, sie produzieren jede Nacht Back- und Teigwaren für acht Filialen im Kreis Heinsberg. „Wir sind nur gut, wenn wir gut zusammenarbeiten. Und Michael gehört jetzt mit dazu. Wenn er nicht da ist, vermissen wir ihn.”

Am großen Fertigungstisch mitten in der Backstube arbeiten die Bäcker Hand in Hand. Sie kneten Teig und formen Brote. Trotz des Zeitdrucks ist die Stimmung gut, man scherzt miteinander und interessiert sich für den anderen. „Vielleicht kann ich ja eines Tages sogar eine Ausbildung hier machen”, wünscht sich Michael Örtel. Sein Chef hat sich schon erkundigt und ist davon überzeugt, dass er die Ausbildung zum Bäckerhelfer schaffen wird. „Der Michael ist einer vor uns, der schafft das!”

Auch für Sandra Pelzer stehen die Chancen nicht schlecht, dass sich ihr Traum, irgendwann einmal als „Ganztagskraft” auf dem Reiterhof zu arbeiten, erfüllt: „Bislang finden die Reitstunden ausschließlich nachmittags statt. Ich hoffe, in absehbarer Zeit auch vormittags Reitstunden anbieten zu können. Dann möchte ich Sandras Arbeitszeit ebenfalls verlängern.”

Denn für Ruth Adams gehört Sandra Pelzer längst zum „Inventar” des Reiterhofs: „Sternenreiter ohne Sonnenschein, das ist nicht mehr vorstellbar!”

Menschen mit Behinderung werden auf den ersten Arbeitsmarkt vorbereitet

Die Lebenshilfe Heinsberg beschäftigt 1100 Menschen mit Behinderung in vier Werkstattbetrieben im Kreis Heinsberg.

Mit dem Ziel, Menschen mit Behinderung auf den ersten Arbeitsmarkt vorzubereiten, bietet die Werkstatt für behinderte Menschen ihren Beschäftigten intensive Berufsbildung und -förderung und kooperiert intensiv mit unterschiedlichen Betrieben in der Region.

Vor Ort erhalten Menschen mit Behinderung im Außenarbeitsplatz die Möglichkeit, den Arbeitsalltag etwa in einem Handwerksbetrieb, im Kindergarten, auf dem Bauernhof oder in einem Café kennenzulernen. Pädagogen der Lebenshilfe besuchen regelmäßig den Arbeitsplatz und sind bei Fragen jederzeit erreichbar.

Ausführliche Informationen über die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit der Werkstatt für behinderte Menschen und die Förderung beruflicher Integration erteilt Karin Kampel unter Telefon 02452/91080.

Quelle: Aachener Zeitung, 2. November 2011

Lotte spielt eine der Hauptrollen

Den Artikel aus der Rheinischen Post vom 24. September 2011 gibt es auf der Seite <Die Theatergalerie> zu lesen.

Sternenreiter begeistern

Den Artikel aus der Rheinischen Post vom 10. September 2010 gibt es auf der Seite <Die Theatergalerie> zu lesen.

Beim Streicheln das Lächeln wiederfinden

Ruth Adams führt die kleine Reitergruppe bei der Wanderung über die Wiesen in Krickelberg an. Foto: C. Arnold

Hückelhoven-Ratheim. Viele Kinder träumen davon, später einmal mit eigenen Pferden im Wald zu leben und morgens nach dem Aufstehen als Erstes in den Stall zu gehen, um dem wohligen Schnauben der Pferde zu lauschen, wenn sie den Futterwagen hören.

Reittherapeutin Ruth Adams hat sich genau diesen Kindheitstraum erfüllt. „Vor 29 Jahren”, erzählt sie, „habe ich mein erstes Pferd bekommen. Als Geschenk zum Abitur.”

Nach dem Studium holt sie sich ihre Trakehnerstute nach Ratheim ans Haus. Dort, in Krickelberg, lebt sie seit nunmehr 23 Jahren. Schon immer hatte sie ein Händchen für Kinder und Tiere, liebte sie die Natur und freute sich über das strahlende Lächeln der Kinder, wenn sie die Pferde streicheln durften.

Neben ihrem Hauptberuf als Lehrerin für Englisch und Deutsch an der Realschule in Heinsberg absolviert sie also eine Ausbildung zur klassischen Dressur und bildet sich nach den Grundsätzen des „Natural Horsemanship”, also dem artgerechten Umgang mit dem Pferd, fort.

Nach einer zweijährigen Ausbildung legt Ruth Adams die Prüfung zur Diplom-Reitpädagogin bei der Schweizer Gruppe für Therapeutisches Reiten erfolgreich ab. Dort finden auch jedes zweite Jahr Fortbildungen zur Qualitätssicherung statt.

Im Sommer 2003 gründet sie die „Sternenreiter” in Anlehnung an ein Buch, das sie gelesen hat - und arbeitet seitdem mit Kindern, die unter verschiedenen Behinderungen leiden.

Körperbehinderte, aber auch geistig behinderte Kinder kommen zu ihr, um mit dem Pferd die nötige Ruhe in sich selbst zu finden. Auch integrative Gruppen mit nicht behinderten Kindern beeinflussen die Therapie positiv. Dabei ist es wichtig, dass die Tiere ein gutes „Temperament” vorweisen: Sie müssen ausgeglichen, vertrauensvoll zu ihrem jeweiligen Führer, aber auch sensibel sein.

„Wir müssen die Sprache der Pferde sprechen, dann ist der Umgang ganz einfach”, sagt sie. Im Moment versorgt Ruth Adams sieben Ponys unterschiedlicher Art und Größe. Das ist wichtig, da die Kinder mit den Tieren umgehen müssen. Sie putzen die Tiere selbst, führen sie an der Hand und lernen, ohne Sattel auf ihnen zu reiten: der direkte Kontakt zwischen Pferd und Reiter ist sehr wichtig. Dementsprechend beherbergt der kleine Hof in Krickelberg mehrere Shetlandponys, drei Islandpferde und einen Vollblutaraber.

Zur Zeit ermöglicht Ruth Adams 30 Kindern das Lernen mit Körper, Seele und Geist. Der Umgang mit dem Pferd fördert sowohl deren Konzentrationsfähigkeit, als auch die Aufmerksamkeit der Kinder und Jugendlichen. Dabei sollen sie erleben, was es heißt, sich „mit Liebe und Hingabe” einer Aufgabe zu widmen.

Nach den Erfahrungen der Ratheimer Reitpädagogin nämlich kann man die Verhaltensweisen der Kinder über deren Zuneigung für das Pferd sehr gut positiv beeinflussen. Misserfolge gibt es für Ruth Adams nicht: „Jeder Mensch bringt seine individuelle Höchstleistung, Vergleichbarkeit ist für mich nicht wichtig”, sagt sie.

Und: „Das Kind steht immer im Mittelpunkt. Wichtig ist nicht das Ziel, sondern das Unterwegssein”. Folglich ist die Dauer der Therapie für den „Patienten” nicht abzusehen. Auf die Frage, warum sie gerade diesen Nebenberuf gewählt hat, antwortet Ruth Adams: „Entwicklungsbegleitung für Kinder finde ich genial. Die Gefahr, dass im Lehrerjob der Charakter verdorben wird, ist mir viel zu groß... ”

Quelle: Aachener Zeitung vom 6. November 2009

Das Therapiepferd vergoldet

Den Artikel aus der Erkelenzer Zeitung vom 01. September 2008 gibt es auf der Seite <Die Theatergalerie> zu lesen.

Junge Akrobaten hoch zu Ross

Hückelhoven-Ratheim. Ein ganz besonderes Projekt hatten Schüler der Michael-Ende-Schule im Rahmen der offenen Ganztagsbetreuung erarbeitet. Hoch zu Ross waren die zehn Kinder in zehn Wochen zu wahren Akrobaten geworden.

Die Ergebnisse ihres Trainings führten sie Eltern, Mitschülern und Lehrern in einer Gauklerszene auf dem Reitplatz Sternenreiter der Reitpädagogin Ruth Adams am Krickelberg vor.

Tatkräftig unterstützt wurden sie von den beiden Betreuerinnen Natalie Vanicek und Magdalene Gülpen, die sich im Rahmen des offenen Ganztagsangebotes an der Michael-Ende-Schule um die Kinder kümmern. In zwei Gruppen mit je zehn Kindern hatten sie intensiv mit den drei Pferden Alrun, Asis und Madih gearbeitet.

Dabei gehörte neben akrobatischen Kunststücken wie freihändiges Reiten auch die Pflege der Tiere zum Programm. So wurden auch Ställe ausgemistet und Pferderücken gestriegelt. Der pflegerische Umgang mit den Tieren gehört zum pädagogischen Konzept des Angebotes, das Adams seit rund fünf Jahren anbietet. „Die Kinder entwickeln so auch Verantwortungsbewusstsein und soziale Kompetenz„, betonte die Reitpädagogin am Rande der Vorstellung.

Für einige der Kinder war es der erste Umgang mit lebenden Tieren. Was sie dabei in den zehn Wochen erlernt hatten, begeisterte das Publikum. Jedes der Kinder stand einmal auf dem Pferderücken im Mittelpunkt und konnte zeigen, was es einstudiert hatte. Dazu gehörten auch Jonglage und das Reiten in verschiedenen Positionen oder freihändig. Ganz Wagemutige ritten sogar stehend auf den Pferden und stiegen mit einem Salto ab.

„Als wir angefangen haben, hatten die meisten Kinder Angst vor den Pferden”, erklärte Adams. In nur zehn Unterrichtseinheiten hatten sie diese nicht nur überwunden, sie entwickelten auch mehr Selbstbewusstsein und ein positives Körpergefühl.

Am Ende hatten alle ihren Auftritt vor dem begeisterten Publikum und eine Menge Spaß. Die drei „therapeutischen Mitarbeiter”, auf deren Rücken es stattfand, ließen alles mit einer stoischen Ruhe über sich ergehen und zogen ihre Kreise auf dem Reitplatz.

Sie sind es gewohnt, dass auf ihnen nicht nur geritten, sondern auch geturnt wird. Das offene Ganztagsangebot wird in Hückelhoven vom Caritasverband Heinsberg durchgeführt. Das Projekt „Sternenreiter” fand schon wegen seines pädagogischen Wertes die volle Unterstützung der Verantwortlichen, wie Adams betonte.

Quelle: Aachener Zeitung vom 8. Juni 2008

Erst Iwan zähmt das ungestüme "Zauberpferd"

Den Artikel aus der Erkelenzer Zeitung vom 09. August 2007 gibt es auf der Seite <Die Theatergalerie> zu lesen.

Kinder wachsen über sich hinaus

Den Artikel aus der Heinsberger Zeitung vom 25. September 2006 gibt es auf der Seite <Die Theatergalerie> zu lesen.

Therapeut am Zügel

Erkelenz. Sternenreiter hoch zu Ross, ein böser Zauberer und eine gute Fee: 15 Mädchen und Jungen begeisterten auf dem Hof für heilpädagogisches Reiten in Krickelberg mit ihrer Theateraufführung. Von Daniela Giess

 

HÜCKELHOVEN Diplom-Reitpädagogin Ruth Adams, die auf ihrem Anwesen im Ratheimer Ortsteil Krickelberg seit 2003 nachmittags ihren therapeutischen Unterricht anbietet, hatte in der letzten Woche der Sommerferien gemeinsam mit ihren Schützlingen das Märchen „Die Sternenreiter“ von Almut Schulz einstudiert. Während der einstündigen Inszenierung erzählten die kleinen Akteure die Geschichte der Sternenreiter (Alexandra Folgar, Ann-Kathrin Heitzer, Rike Offermann, Jonas Kohnen), die mit den Sternen befreundet sind.

Der böse Zauberer (dargestellt von Sascha Eisen) will die Sterne fangen, um sie einzuschmelzen und daraus Goldmünzen herzustellen. Doch mit Hilfe des weisen Raben Carl (Charlotte Rabe), der klugen Katze Kassandra ( Jennifer Bernickel), der weisen Eule Else (Robin Klee) und der guten Fee (Sina Kammerknecht) gelingt es den Sternenreitern, die entführten Sterne aus einer Höhle zu befreien. Zum Schluss tritt eine bunte Gauklertruppe mit Hund auf und feiert mit den Sternenreitern ein großes Fest.

Auf einer Wiese hatten zahlreiche Besucher Platz genommen, um sich nicht nur in die märchenhafte Welt der Sternenreiter entführen zu lassen, sondern bei mitgebrachtem Kaffee und Kuchen einen Einblick zu erhalten in das Konzept des heilpädagogischen Reitens, bei dem behinderte und nichtbehinderte Kinder unterrichtet werden.

 

Reitpädagogin Ruth Adams bietet neben den Stunden in Einzelbetreuung oder Zweiergruppen in den Sommer- und Herbstferien integrative Reitfreizeiten an. „Wir sind bei jedem Wetter mit den Kindern und Pferden draußen und reiten auf dem blanken Pferderücken“, erzählt die Mutter von drei Töchtern, die vormittags an den Waldorfschulen in Aachen und Ratheim tätig ist.

Die 44-Jährige legt Wert darauf, ihre Pferde im Beziehungsdreieck Kind-Reitpädagoge-Pferd als eigentlichen Therapeuten anzusehen. „Hier geht es nicht um Reitstunden im eigentlichen Sinne.“ Vielmehr würden die Mädchen und Jungen bei ihrer individuellen Entwicklung therapeutisch begleitet, etwa bei Konzentrationsschwächen, Hyperaktivität, Depressionen oder Aggressionen. Hilfsbereitschaft, Toleranz und Rücksichtnahme würden gestärkt, Verkrampfungen gelockert, Koordination und Geschicklichkeit geschult. Ruth Adams: „Heilpädagogisches Reiten ermöglicht Lernen mit Körper, Seele und Geist.“ Zwischen Kind und Pferd werde eine echte Beziehung aufgebaut.

Quelle: RP vom 15. August 2006

Pferde als Therapeuten

Hückelhoven-Ratheim. Diplom-Reitpädagogin Ruth Adams praktiziert auf ihrem Hof „Sternenreiter” mit sechs geschulten Rössern Heilpädagogisches Reiten.

Zehn Therapiekinder mit unterschiedlichen Diagnosen und Bedürfnissen werden zurzeit betreut. Pferde können Zufriedenheit, Gelassenheit und freudige Kooperationsbereitschaft zum Ausdruck bringen, aber auch Angst, Ungeduld und Unruhe.

Sie geben dem Menschen direkte Rückmeldung auf sein Verhalten und fordern ihn damit zum Handeln auf. Adams gesteht daher gerne ein: „Das Pferd ist der eigentliche Therapeut.”

Quelle: Aachener Zeitung vom 19. Mai 2005